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Nur ein Direktkandidat bei Jungwählern
18.9.2009 von Detlef Struckhof.
Foto: Danial Ilkhanipour (SPD) bei der Podiumsdiskussion. (dest)
Hamburg-Eimsbüttel – Als einziger von insgesamt sieben Direktkandidaten des Stadtbezirks Eimsbüttel kam am Donnerstagabend Danial Ilkhanipour (SPD) zu einer Podiumsdiskussion ins Corvey-Gymnasium. Alle anderen Bundestagskandidaten ließen sich vor den über 200 Jungwählern von Parteifreunden entschuldigen und vertreten – sie hätten andere Termine. Unter den Mitbewerbern Ilkhanipours sind immerhin die beiden Spitzenpolitiker Krista Sager (Grüne) und Burkhart Müller-Sönksen (FDP). So erfuhren die Gymnasiasten die Wahlversprechen ihrer Bezirkskandidaten nur aus zweiter Hand, konnten ihre möglichen Abgeordneten nicht zu Themen des Bezirks befragen. An der Diskussion nahmen neben Ilkhanipour Vertreter der CDU, FDP, Die Linke, Grüne und der Piratenpartei teil.
Ilkhanipour führt bürgernahen Wahlkampf
Deshalb konnte Ilkhanipour bei den jungen Leuten punkten. „Ich kenne die Probleme Eimsbüttels sehr genau. Ich bin hier aufgewachsen. Ich stehe jeden Tag zwei Stunden mit dem Auto im Stau. Deshalb weiß ich, was geändert werden muss“, sagte der 27-Jährige mit iranischem Migrationshintergrund. Der gebürtige Elmshorner führt in diesen Wochen aus seiner Sicht einen bürgernahen Wahlkampf, denn er wolle jeden Eimsbüttler bis zur Wahl mindestens einmal getroffen haben. „Dazu stehe ich morgens um 6.30 Uhr an den U-Bahn-Stationen.“ Jeder Wähler solle die Möglichkeit zu einem Gespräch erhalten, „damit sie sehen, dass ich viel netter bin, als sie es in der Zeitung über mich gelesen haben“.
SPD-Kandidat benötigt die meisten Erststimmen
Ilkhanipour hatte sich im November 2008 gegen den derzeitigen und bundesweit bekannten SPD-Bundestagsabgeordneten Niels Annen in einer geheimen Wahl mit 45:44 Stimmen durchgesetzt. Dies führte über Monate zu einem Streit in der Eimsbüttler SPD. Sie gilt seitdem bei vielen Parteimitgliedern und in der Öffentlichkeit als zerstritten. In den Bundestag wird Ilkhanipour nur als direkt gewählter Kandidat einziehen können, weil er keinen Platz auf der SPD-Landesliste erhalten hat.
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Geschrieben in Bezirke (HH) | Drucken | Keine Kommentare »