Archive für Februar 2010

In welcher Gesellschaft möchten Sie leben?

Ein Kommentar von Tom T. Köhler

Schlagzeilen heute: +++ Mit 1,54 Promille Alkohol im Blut wurde Margot Käßmann von der Polizei in Hannover gestoppt +++ Der CDU-Landesvorsitzende (NRW) will von den Angebotsbriefen seiner Partei an potenzielle Sponsoren für den Parteitag nichts gewusst haben +++ Rohe Leber, massenhaft Alkohol und bizarre Aufnahmeriten: Der Verteidigungsausschuss muss sich nun mit den Exzessen bei der Bundeswehr beschäftigen +++ Obdachlosenhilfe mit Maserati +++ Lüsterne Katholiken +++

Wie fragte doch eine besorgte Stimme: Und in welcher Gesellschaft möchten Sie leben?
Eine sehr aktuelle, persönliche Frage.

Glaubwürdigkeit von Institutionen, Verbänden und Berufsständen wird allerorten in Frage gestellt. Steuerzahler und Leistungsempfänger werden drangsaliert, ausgequetscht von einer Kaste habgieriger, verlogener und unmoralischer “Leute”. Den Begriff “Mensch” zu verwenden, fällt zunehmend schwer.

Wundern wir uns noch über Wählermüdigkeit, Radikalisierung, Schwarzarbeit, Rückzug ins Private?  Wundern wir uns noch über die Lächerlichkeit der Sonntagsreden und staatstragenden (!) Gesichter?

Alternativen: Glaubwürdigkeit im Tun eines jeden Einzelnen. Ständige Kontrolle  selbstherrlicher Politiker. Ehrbares Handeln und Mitmenschlichkeit jeden Tag und an jedem Ort. Aufdecken von Machenschaften - das Internet ist unser Freund, sagen wir es weiter! Damit wir morgens, halb zehn in Deutschland, mit einem Lächeln in den Spiegel schauen können.

Medienpreis des Reservistenverbandes ausgeschrieben

Bonn – Unter dem Motto „Demokratie muss wehrhaft sein“ schreibt der Reservistenverband seinen diesjährigen Medienpreis „Goldener Igel“ aus. Bereits zum achten Mal wählt eine Fachjury Beiträge aus Print, Hörfunk und Fernsehen rund um das Themengebiet Bundeswehr oder Reservisten aus, die neben sorgfältiger Deutung von Fakten rund ums Thema auch in Sprache, Stil und Allgemeinverständlichkeit preiswürdig sind.

Der Reservistenverband lobt Preise in Höhe von insgesamt 6.000 Euro aus. Bewerben können sich die Journalisten selbst oder ein Beitrag kann als Empfehlung eingereicht werden. Die Beiträge müssen zwischen September 2008 und dem 30. Juli 2010 in einem Medium veröffentlicht worden sein. Einsendeschluss ist der 31. Juli dieses Jahres.

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. (VdRBw) – kurz Reservistenverband – hat zurzeit mehr als 123.000 Mitglieder. Er betreut im Auftrag der Bundeswehr alle Reservisten Deutschlands. Der Verband versteht sich als Mittler verteidigungs- und sicherheitspolitischer Themen in der Gesellschaft. Er feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Der Medienpreis wird im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten im Herbst in Berlin verliehen.

Weitere Infos zum Medienpreis: Ausschreibung Goldener Igel 2010 als PDF

Kontakt zum Autor: hier

Europäischer Preis für junge Journalisten 2010

Brüssel – Die Generaldirektion Erweiterung der Europäischen Kommission lobt bereits zum dritten Mal den Europäischen Preis für junge Journalisten aus. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 28. Februar 2010. In den Kategorien Print, Online und Hörfunk können die Nachwuchsjournalisten Beiträge zum Thema EU-Erweiterung oder zum Thema Zukunftsvision für Europa einreichen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen zwischen 17 bis 35 Jahren alt sein und aus einem EU-Mitgliedstaat, einem Kandidaten- bzw.  potenziellem Kandidatenland oder Island stammen. Die 36 nationalen Gewinner werden jeweils von einer offiziellen Jury des entsprechenden Teilnehmerlandes gewählt. Unter diesen Gewinnern wird eine europäische Jury anschließend die drei besten Beiträge in folgenden Kategorien auswählen: „Originellster Beitrag“, „Beste Recherche“ und „Bester journalistischer Stil“.

Die Gewinner dieser drei Ehrenpreise werden jeweils mit einer Kulturreise in eine europäische Hauptstadt ihrer Wahl belohnt. Darüber hinaus gewinnen alle 36 nationalen Preisträgerinnen und Preisträger im Mai 2010 eine Reise nach Istanbul, eine der europäischen Kulturhauptstädte 2010. Den Abschluss dieser Reise bildet eine Konferenz über die europäische Kultur und Identität sowie die EU-Erweiterung mit namhaften Experten. Nähere Informationen über die Teilnahme am Wettbewerb erhalten Sie hier

Deutschland feiert den 100. Geburtstag der STVO

Hamburg: - Wenn das Kraftfahrzeug bei Straßenbenutzung den Einfädelungsstreifen oder das Straßenbegleitgrün zum Liegenbleiben widerrechtlich benutzt, ist das ein Fall für die Polizei - oder für die Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen. Sie regelt seit dem 03.02.1910 das ordnungsgemäße Benutzen der Fahrbahn. Heute ist sie besser bekannt als STVO.

Jeder Fahrschüler paukt seit 100 Jahren das Regelwerk, ohne dessen Beachtung die derzeit 55 Millionen Fahrzeuge auf bundesdeutschen Straßen nicht so einträchtig von A nach B fahren könnten. Das Kraftfahrtbundesamt (kba.de) berichtet von einer hohen Quote der “Durchfaller”. Jeder Vierte versagt in Theorie und / oder Praxis einer Fahrprüfung bundesweit. Hand auf´s Herz: Könnten Sie heute noch problemlos gängige Regeln herbeten? Sicher nicht. Der Durchschnittsstraßenbenutzer fährt mit jahrelanger Praxis - und nach Gefühl. Die STVO ist uns in Fleisch und Blut übergegangen.

 Raserei im Straßenverkehr Raserei im Strassenverkehr. Foto: Tom T. Köhler

Des Deutschen liebstes Kind, der Personenkraftwagen, macht immerhin einen Anteil von 83 Prozent aller Kraftfahrzeuge aus. Die Kraftfahrzeugführer derselben sollten also ein wenig innehalten und dem Regelwerk, welches sie jeden Tag begleitet, die Ehre erweisen. Und vor allem sollten sie die Grundregeln beherzigen. Sie wissen doch: §1 Abs.1 Satz1 und §1 Abs.2 Satz 1 STVO. Kennen Sie nicht? Hier die Übersetzung: Entspannen Sie sich und lassen Sie den Raseteufel rasen. Es ist sein Baum. Sie kommen hoffentlich gesund und munter an ihr Ziel!

Kontakt zum Autor: hier

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