Ich sehe was, was du nicht siehst - Eine Fotoausstellung
Im Einkaufszentrum Mercado Altona in Hamburg kann der Besucher bis zum 29.05.10 eine interessante Fotoausstellung besichtigen. Es ist ein visueller Brückenschlag zwischen Europa und Afrika, genauer zwischen Schleswig-Holstein und Burkina Faso.
Die Fotografen (Foto: Tom Köhler, Hamburg)
Inmitten Menschengewimmel eine Insel
Eine Rolltreppe fährt auf die Ausstellung zu, die den Menschenstrom teilt. Wenige halten inne, verweilen vor den Bilderwänden, sind nachdenklich. Manche amüsieren sich über kleinbürgerliche deutsche Verbotsschilderwälder. Die Farbenpracht mancher Bilderstrecken passt so gar nicht in mitteleuropäische Gefilde. Das ist wohl das Geheimnis der Ausstellung. Die Fotografen sind Jugendliche mit abgebrochener Schullaufbahn oder Förderschulabschluss aus Schleswig-Holstein. Die Fotografen sind auch ehemalige Straßenkinder und Waisen aus Burkina Faso im Herzen Afrikas. Sie hielten sie ihre Welt in Bildern fest. Organisiert und kuratiert hat die Wanderausstellung Natascha-Maria Meyenberg vom Verein Medienbildung Eine Welt e.V. in Kiel.
Motive 1 (Foto: Tom Köhler, Hamburg)
Wie sehe ich meine Welt?
Diese Frage wurde den jungen Künstlern mit auf den Weg gegeben. Sie haben einen ganz eigenen Blick auf wunderbare Nebensächlichkeiten und nebensächliche Wunder. Einige sammelten einen bunten Strauß an Ereignissen, andere arbeiteten fast streng thematisch. Meyenberg nennt es ein “Esperanto in Bildform”. Jeder kann mit den Situationen oder Motiven etwas anfangen. Jedem bietet sich die Möglichkeit, für einen kurzen Augenblick seinen Alltag beiseitezulegen und einen Blick auf den Alltag andere zu werfen.
Motive 2 (Foto: Tom Köhler, Hamburg)
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