Archiv der Kategorie Allgemeines Blog

Silvestergruß an die Leser des Jungjournalistenblogs

Einen Dank an die zahlreichen Leser des Blogs, die interessanten Kommentare und Ideen für Themen. Wir laden Sie auch 2012 ein, lesend an unserer Arbeit teilzunehmen. Und wenn Sie mögen, schreiben Sie doch auf unserem Portal. Neue Kollegen und Berufseinsteiger sind gern gesehen. Ihnen allen wünschen wir einen guten Rutsch, ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2012 und natürlich ein gutes Händchen für Themen, die bewegen.
Ihre Jungjournalisten

Messe „that`s my business“ in Hamburg

Kleine Unternehmen mit großen Ideen trafen sich am 21.05.2011 im Hamburg-Haus Eimsbüttel. 100 Aussteller an 77 Ständen und etwa 900 Besucher sind ein Erfolg für die Macher der Messe, die Unternehmer und die Besucher.

Messe that´s my business Hamburg Messe-Banner

Das Neue ist nicht das, was man vorausdenkt

Mit diesem Spruch aus einem Gespräch zwischen Aussteller und Presse begann der Rundgang kurz nach Eröffnung. Die Vielfalt der Stände war dank (anfänglich) geringer Besucherzahlen gut zu erkennen. Die Organisatoren hatten ganze Arbeit geleistet und mit dem Hamburg-Haus eine ideale Location gefunden. Sie bot den zahlreichen Firmen genügend Platz, und den Erfolgsfaktoren für Gründer eine Basis: Bekanntheit schaffen, Auftreten optimieren, Fachwissen bereitstellen. Die Räume füllten sich, trotz des exzellenten Wetters, im Handumdrehen mit Besuchern. Der rege Austausch zwischen Angebot und Nachfrage war gestartet. Und Neues entwickelte sich. Ein Beispiel dafür ist das soziale Netzwerk wellYunit von Sabine Siehl. Es wurde auf der Messe der Öffentlichkeit vorgestellt. „Gespräche mit interessierten Besuchen von morgens bis abends. Super.“ so Sabine Siehl. So anstrengend Messen auch sein können: „Ich bin nächstes Mal sicher wieder dabei.“

Aussteller im Gespräch mit Interessenten - that´s my business Hamburg Aussteller im Gespräch mit Interessenten

Gründerhochburg Hamburg

Wenn sich ein interessierter Mensch in der Gründerszene umschaut, wird er feststellen: Hamburg hat mit seinem Service für Gründer sehr gute Voraussetzungen geschaffen. Ob Beratung beim Start in die Selbstständigkeit, Coachings und Seminare sowie Hilfe bei der Finanzierung von Ideen – überall stehen Experten mit Rat und Tat zur Seite. Die Entwicklung 2011 zeigt, Hamburg hat ein Herz für Gründer. Laut dem statistischen Amt der Hansestadt gab es im Januar 2050 Gewerbeanmeldungen. Dies entspricht dem Jahresschnitt 2010. Die Krise scheint Hamburg nicht so heftig getroffen zu haben. Die Zahlen zur Gründung von Freiberuflern sind nicht verfügbar – leider. Es sind Menschen, die den Schritt zu einer eigenen Firma gehen, ihre Pläne in die Tat umsetzen. Sie beweisen Mut und haben die Ausdauer, auch schlechte Zeiten zu überstehen. Das Gründernetzwerk in Hamburg ist ein lebendiges, in Gründerkreisen läuft man sich ständig über den Weg. Und die Stimmung ist positiv, das war auch auf der Messe zu spüren. Die Möglichkeit, mit Kunden und Interessenten ins Gespräch zu kommen, war in entspannter Atmosphäre möglich. So auch Thomas Reppe von der Firma gemidvis3d: „Die positive Resonanz meiner Besucher zur Präsentation der Firma zeigte mir, ich bin auf den richtigen Weg.“ und weiter „Ein Dankeschön an die Organisatoren. Ich bin nächstes Jahr wieder dabei.“

Kundengespräch - that´s my business Hamburg Kundengespräch auf der Messe (alle Bilder: Tom Koehler, Hamburg)

Business, Kultur und Social Media

Wissen weiterzugeben, war Teil der Messe. In zahlreichen Runden traf man sich zu Vorträgen und Workshops. Ob Büroorganisation, Mikrokredite oder Tanzkurs – die ganze Vielfalt der Gründer schlug sich im prall gefüllten Programm nieder. Und wer seinen Nachwuchs mitgebracht hatte, durfte ihn in der Kids-Zone in liebevolle Betreuung geben. Der Abend belohnte Aussteller und Besucher nach einem anstrengenden Tag mit Musik und Gesang aus der halben Welt. Das Messen anstrengend sind, stellten die Teilnehmer in den Gruppen auf Facebook und in Twitter-Nachrichten fest. Die Messe lebte in der Vorbereitung und noch Tage später auch von den neuen Medien. Via Social Media warben Aussteller um Besucher, kommentierten die Veranstalter den Fortgang der Dinge. Und eine Lobessammlung fand sich nur Stunden nach dem Ende der Messe in verschiedenen Foren. Die Gründerszene ist online gut vernetzt, trifft sich virtuell und tauscht sich aus. Heike Andersen von der Kommunikationsküche, eine der maßgeblichen Organisatoren, war zum Abschluss begeistert: „100 Aussteller an 77 Ständen, das hat unsere Erwartungen übertroffen. Die Resonanz war riesig und wir wollen nächstes Jahr diese Messe wiederholen!“

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Dank an alle Leser des Jungjournalistenblogs

Die Journalisten des Jungjournalistenblogs danken allen Lesern für ihre Treue und die zahlreich gelesenen Artikel.

Ohne Sie schrieben wir nur in den virtuellen Wind - sozusagen. Wir freuen uns über Ihr reges Interesse und wünschen Ihnen und uns für das nächste Jahr weiter einen regen Austausch über die gesellschaftlichen und politischen Themen. Socialmedia ist Weitersagen. Dank Ihnen sind wir online sehr präsent und unsere Arbeit berührt inzwischen die unglaubliche Zahl von 3500 Lesern per Monat. Das macht uns stolz und ermutigt uns, die begonnene Arbeit fortzusetzen.

Eine frohe Weihnacht, Gesundheit und beruflicher Erfolg im neuen Jahr!

Herzlich

Ihre Jungjournalisten

 

IFRA Expo - Leitmesse der Zeitungsindustrie in Hamburg eröffnet

Am Montag, 4. Oktober, um 10 Uhr im Media Port der Hamburg Messe: Der Senator für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg, Ian Karan, WAN-IFRA-Präsident Gavin O’Reilly, und Bernd Aufderheide, CEO der Hamburg Messe, durchschneiden ein blaues Band. Die 40. Leistungsschau der Zeitungs- und Medienindustrie ist eröffnet. Erwartet werden fast 10.000 Besucher.

Stark für Pressefreiheit

Der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) forderte afrikanische Nationen auf, unverzüglich Gesetze abzuschaffen, die Kritik am System zum Schweigen bringt. Unter dem Vorwand der Diffamierung und Beleidigung existieren Rechtsverordnungen, die einschüchtern und die freie Berichterstattung über den Kontinent verhindern. Die Presse soll als Garant der öffentlichen Rechenschaftspflicht arbeiten können, ohne Angst vor Inhaftierung oder anderen Repressionen. In einem Land, welches demokratisch und der Pressefreiheit verpflichtet ist, können sich hiesige Journalisten die unglaublich schwierigen Verhältnisse und den Druck auf die Medien kaum vorstellen.

Technologie ist der Treiber der Branche

An den Ständen der 340 Aussteller aus 33 Ländern finden die Fachbesucher die neuesten Trends bei Druckmaschinen, Redaktions- und Anzeigensystemen sowie in der Zuliefererindustrie. Ein hoher Anteil (über 90 Prozent) der Besucher sind Entscheider, Chefredakteure und redaktionelle Führungskräfte. Großes Augenmerk richtet sich auf die neuen Vertriebskanäle, wie Tablets, den mobilen Geräten und Paid-Content-Services. Wie sehr alte und neue Technologien nebeneinander ihre Positionen suchen, machte Hamburgs Senator für Wirtschaft und Arbeit klar. Ian Karan: “Die Tageszeitung beim Frühstück oder in der Bahn, der Krimi abends im Bett zum Einschlafen - sie sind nach meiner Auffassung durch digitale Medien nicht zu ersetzen. Oder können Sie sich vorstellen, am Bett ihres Kindes zu sitzen und Schneewittchen vom Laptop vorzulesen?“ Neben den zahlreichen Ständen gibt es auch ein laufendes Programm im Media Port. Vorträge und Präsentationen begleiten die drei Messetage.

Hyperlokal und Geokontext

Moderne Technologie und überall verfügbare Informationen formen ein völlig neues Denken in der Medienindustrie. Dienstleister wie Queport oder die DPA zeigten ihre Angebote in Vorträgen. Mit GoLocal wurde eine unterstützende Plattform für regionale oder lokale Verlagshäuser geschaffen. Der Schritt von global über lokal bis hin zu hyperlokal stellte die Betreiber der Plattform vor völlig neue Aufgaben. Queport sieht sich als intelligenter Informationsbroker. Die Aggregation des Contents ist die Aufgabe. Doch wollen die Mitarbeiter nicht nur den verlagseigenen Content einbinden, sondern auch Fremdcontent, der sich durch hohe Relevanz in regionalen Umfeld auszeichnet, aufnehmen. “Der Klebstoff dazu ist die Such-Technologie”, so Thomas Herbst von Queport. Anerkennen müssen aber auch Spezialisten, dass ein rein technisches, automatisches Verfahren noch nicht funktioniert. Der Mensch ist als Entscheider gefragt. Er stellt Themen manuell heraus.

Der Leiter des dpa-newslab, Dr. Gerd Kamp, erläuterte die Möglichkeiten, mittel Metadaten eine genaue Geokodierung von Ereignissen vorzunehmen. Eingebunden in die Redaktionssysteme können so Karten wie Google Maps den Themen zugeordnet werden. Kamp und seine Kollegen sehen sich als Brückenbauer zwischen den Redaktionen und der Technik. “Saubere Metadaten sind die essentielle Voraussetzung” so Kamp. Mit denen ermöglicht die Technik eine Aggregation über Zeit, Postleitzahl oder Ortsname. Der Pin, den so mancher schon einmal auf eine virtuelle Karte gepiekt hat, wird wohl unser Begleiter werden.

E-Reader und Tablets

Kennen Sie den NEWTON noch? Er war der erste Versuch der Firma APPLE, ein handliches Gerät zur Informationsbeschaffung und -darstellung zu bauen. Sein Makel: Zu früh auf dem Markt, kaum Inhalte zum Anzeigen. 1994 kommt uns heute vor, wie die Steinzeit. WAN-IFRA Managerin Dr. Kristina Sabelström Möller spannt einen Bogen vom NEWTON bist zum IPad. Die ständige Verfügbarkeit des schnellen Internets ermöglicht mit einer Fingerberührung eine Suche, eine Bestellung oder eine Verabredung in einem sozialen Netzwerk zu realisieren. Die Managerin sieht darin die Chance für Unternehmen, eine Art Ökosystem mit den Verbrauchern via Kommunikation aufzubauen. Vorteil der Tablets: Ihre Handhabung ist intuitiver, auch für ältere Menschen schneller zu erlernen, als Laptop oder Netbook. Neben den Tablets gibt es mittlerweile allein 5 Millionen KINDLE. Lesegeräte (Reader) erobern nach und nach den Markt. Auch das Nutzungsverhalten ist anders. Die reine Lesezeit - ohne Bedienung von Elementen - beträgt stolze 95 Prozent. Beim Tablet ist die Tätigkeit im Vordergrund.

Blättern, vergrößern, aufrufen, schließen - alles Vorgänge, die auf dem Hypergerät der Messe Assoziationen zur ENTERPRISE oder zukunftsgeladenen Krimiserien wecken. Ein 100.000-Euro-Tisch steht auf der Messe mit den Namen sedna touch T6.7. Menschen umringen fasziniert das Gerät, Finger schieben auf einem fast schreibtischgroßen Fenster Bilder hin und her. Finger auseinanderziehen: Das Bild wird groß. Rasend schnell werden selbst Bilder mit zweistelliger MB-Zahl geöffnet und verschoben. Ein Tennisball hüpft über die Platte, hinterlässt spannenden Spuren auf dem sensitiven Tisch. Alleine dafür lohnt es sich, die Messe zu besuchen. Sie hat noch bis Mittwoch geöffnet.

 

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Meisterstücke der Tischlerinnung in Hamburger Handwerkskammer ausgestellt

Vom 16. - 22.08.2010 bot die Handwerkskammer ganz besonderen Menschen eine Bühne. TISCHLERMEISTERSTÜCKE hieß die hochinteressante Ausstellung. Die Hamburger Meisterschule Tischlerhandwerk ließ Ihre Favoriten auffahren. Die Schule ist eine Abteilung im Harburger Elbcampus, dem Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Hamburg.

Immenser Andrang

Alle Jahre wieder werden die ausgewählten Prüfungsarbeiten für den Tischlermeister der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dem versierten Heimwerker - vulgo Holzwurm - stockt der Atem. Dem Handwerksmeister nebst Gesellen gehen die Augen über. Doch auch Interessenten ohne fachlichen Hintergrund sind Gäste in der Handwerkskammer und bestaunen die Ideen und Materialien. Ehrfurcht verlangen einige Zahlen: Von der Idee bis zum fertigen Objekt vergehen bis zu 8 Monate. Reine Fertigungszeit für ein solches Stück: 180 Stunden. Doch die immense Arbeit, die in den Meisterwerken steckt, ist ein Augenschmaus! Die hohen Besucherzahlen führten zu etwas noch nie dagewesenem. Herwig Kathke, Bildungsmanager im Elbcampus: “So einen Andrang hatten wir noch nicht. Die reichlich gedruckten Begleithefte waren innerhalb von zwei Tagen vergriffen. Wir mussten nachdrucken lassen!”

Kickertisch Stefan Brink Oststeinbeck (c) www.abendfarben.de Kickertisch von Stefan Brink, Oststeinbeck (Foto: Tom Köhler, Hamburg)

Berühren verboten

Leider ist es nicht gestattet, die Stücke zu berühren. Doch danach verlangt es einem unbändig, wenn Maserungen und Rundungen vor einem stehen. Also ist es eine optische Reise, angenehm unterstützt durch den intensiven Duft nach Eiche, Nuss, Kirsche und Zebrano. Der Betrachter braucht erst mal einige Minuten, um die Sinneseindrücke zu verarbeiten. Die scheinbar geringe Zahl der Stücke lässt die Zeit elegant verstreichen. Oft klebt der Blick an Details, umschleicht der Besucher das Objekt immer und immer wieder. Verschiedene Hölzer versprühen ihren Charme und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Der Kickertisch aus Nussbaum steht geradezu im Weg. Sich ihm zu entziehen ist unmöglich. Die verchromten Stäbe mit schwarzen Griffen kontrastieren wunderbar mit dem edlen Holz. Der Clou: Ein Auszug an jedem Kopfende dient der Aufnahme der für ein Kickerturnier notwendigen Getränke. Der Begriff Lackaffe bekommt eine völlig neue Bedeutung, stellt sich der Besucher die Stunden vor, in denen der Tischler die Oberflächen behandelt. Durch unzählige Schichten entsteht eine Brillianz und Tiefe der Maserung, die ihresgleichen sucht.

Anrichte Per Völkel Hamburg (c) www.abendfarben.de Anrichte von Per Völkel, Hamburg (Foto: Tom Koehler, Hamburg)

Meisterwerke der Tischlerinnung

Die Stars der Besucher sind aber eine Anrichte aus Cocobolo und Ahorn - und ein unglaublicher Waschtisch aus Eiche mit atemberaubender Maserung. Doch eines nach dem anderen.Die Anrichte hat eine schachbrettartige Front mit erhabenen und vertieften Elementen. Ein genialer Mechanismus lässt die Türen durch leichten Druck nach außen schwenken. Das dunkle Holz strahlt eine Wärme und Behaglichkeit aus, die ein ungeübter Betrachter mich dem Schlagwort “Eiche rustikal” versehen würde. Doch die beiden Hölzer kooperieren hervorragend und der rotbraune Ton gewinnt seine Verehrer im Handumdrehen. Der Waschtisch zog jeden Besucher magisch an. Immer wieder die starke Versuchung, mit der Hand das Material zu erkunden - oh Folter, verboten! Es sind zwei Becken in das mehrfach verklebte Material gefräst. Das kleinere Becken dient den Händen und verfügt über eine sensorgesteuerte Wasserzufuhr. Dahinter verbirgt sich ein Fach, welches durch Druck darauf nach oben fährt. Das große Becken könnte einem Taufbecken zur Ehre gereichen. Die Oberflächen sind mit Hartöl behandelt und würden im heimischen Bad einen zauberhaften Duft verbreiten.

Waschtisch Mathias Wendt Norderstedt (c) www.abendfarben.de Waschtisch von Mathias Wendt, Norderstedt (Foto: Tom Koehler, Hamburg)

Alle Jahre wieder

Allen Stücken die ihnen gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, sprengt leider den Platz. Allen angehenden Tischlermeistern sei beschieden, dass sie ihre Profession mit höchstem Einsatz und gelungener Kreativität ausüben. Die Liebe zum Detail, aber auch zum Material ist spürbar, erfahrbar. Dank gilt der Handwerkskammer, die ihr schönes Treppenhaus für die Ausstellung bereitstellte. Allen, die dem Material Holz mehr als nur den Brennwert abgewinnen können, sei empfohlen, im nächsten Jahr wieder mit staunenden Augen und offenen Mündern zu den Objekten der ganz besonderen Art zu pilgern.

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Eil: Twitter gestorben

Twitter ist tot (c) www.abendfarben.de

Europäischer Preis für junge Journalisten 2010

Brüssel – Die Generaldirektion Erweiterung der Europäischen Kommission lobt bereits zum dritten Mal den Europäischen Preis für junge Journalisten aus. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 28. Februar 2010. In den Kategorien Print, Online und Hörfunk können die Nachwuchsjournalisten Beiträge zum Thema EU-Erweiterung oder zum Thema Zukunftsvision für Europa einreichen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen zwischen 17 bis 35 Jahren alt sein und aus einem EU-Mitgliedstaat, einem Kandidaten- bzw.  potenziellem Kandidatenland oder Island stammen. Die 36 nationalen Gewinner werden jeweils von einer offiziellen Jury des entsprechenden Teilnehmerlandes gewählt. Unter diesen Gewinnern wird eine europäische Jury anschließend die drei besten Beiträge in folgenden Kategorien auswählen: „Originellster Beitrag“, „Beste Recherche“ und „Bester journalistischer Stil“.

Die Gewinner dieser drei Ehrenpreise werden jeweils mit einer Kulturreise in eine europäische Hauptstadt ihrer Wahl belohnt. Darüber hinaus gewinnen alle 36 nationalen Preisträgerinnen und Preisträger im Mai 2010 eine Reise nach Istanbul, eine der europäischen Kulturhauptstädte 2010. Den Abschluss dieser Reise bildet eine Konferenz über die europäische Kultur und Identität sowie die EU-Erweiterung mit namhaften Experten. Nähere Informationen über die Teilnahme am Wettbewerb erhalten Sie hier

Faire Chance für Jungjournalisten

Elmshorn / Hamburg – Spätestens am 14. September 2009 starten mehrere Nachwuchsjournalisten aus Hamburg und Umgebung ein neues Nachrichtenportal auf dieser Internetplattform (www.jungjournalistenblog.de). In dieser Woche beginnen sie mit den Recherchen für ihre ersten Beiträge. Die Idee dahinter: Wer als junger Journalist in einer Redaktion Fuß fassen möchte, hat meist diese Frage zu beantworten: „Wo haben Sie denn schon veröffentlicht? Zeigen Sie doch mal Ihre Arbeitsproben.” Wer dann sagen muss: „Tut mir leid, ich habe noch nichts veröffentlichen können. Geben Sie mir doch bitte eine Chance“, der hat oft verloren, weil viele Redaktionen keine Experimente eingehen wollen. Berufseinsteiger, die sich nach einer qualifizierten Ausbildung (meist Studium) ihr Geld als freie Journalisten verdienen müssen, haben meist noch das Problem, dass ihre Recherchen oft schwierig werden, wenn sie noch keine Abnehmerredaktion für die geplante Geschichte haben. “Für wen schreiben Sie denn?”, fragen zum Beispiel Pressestellen. Wer dann keine ehrliche Antwort weiß, wird oft nicht gerade bevorzugt bei Interviewanfragen behandelt, um es vorsichtig auszudrücken.

Grundgesetz garantiert Berufsfreiheit

Diese beiden Hauptprobleme der Berufseinsteiger führen oft dazu, dass talentierte Autoren ihr Berufsziel fallen lassen müssen. Dabei heißt es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Artikel 5: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten. “Wir wollen Journalisten in Ausbildung oder jungen Berufseinsteigern ein Medium bieten, in dem sie ihre ersten Beiträge weltweit lesbar publizieren können”, sagt Projektgründer Detlef Struckhof. Der Jungjournalisten-Blog wird von einer Redaktion betreut. “Erfahrene Journalisten redigieren die Beiträge professionell. So lernen die Autoren die Praxis kennen und können ihre ersten Beiträge veröffentlichen. Damit können sie sich bewerben.”

Freudensprung Traumjob gefunden. Foto: fotolia.com

Lesefreude und Jobbörse

Der Jungjournalisten-Blog bietet auch handfeste Vorteile für die Blogbesucher. “Sie lesen interessante, professionelle journalistische Beiträge aus aller Welt, für die sich die Autoren noch Zeit genommen haben. Denn die Beiträge sind von den Autoren bewusst als Arbeitsproben mit viel Mühe und Hintergrundrecherche erstellt worden. Das bringt wahre Lesefreude”, sagt Struckhof. Und Redaktionen, die auf der Suche nach Nachwuchs seien, “können direkt mit dem Autor in Kontakt treten, wenn sie dessen Schreibe gut finden”. So ist der Blog auch eine Art Online-Jobbörse für Journalisten.

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