Archiv der Kategorie Politik aus Europa

Die Rolle Deutschlands in einer sich wandelnden Weltwirtschaft

Im Forum Bundesbank der Niederlassung Hamburg stand der Jahresauftakt der Veranstaltungen am 16.01.2012 unter diesem Thema. Enormes Interesse durch die Hamburger bestätigte die Organisatoren in der Fortsetzung der erfolgreichen Reihe.

Am 01.01.2012 gab es ein Jubiläum: 10 Jahre Euro-Bargeld. (Einen Link dazu finden Sie hier.) Ganze 71500 Tonnen Euro-Münzen wurden seit dem in Umlauf gebracht. Die Menge der Banknoten stieg von damals 200 auf über 800 Milliarden Euro. Doch Geld ist nicht alles. Wo steht Deutschland heute im größten Wirtschaftsraum der Welt? Wohin geht die Reise des Euros? Antworten darauf gab ein profunder Kenner der Materie: Carl-Ludwig Thiele, seit Mai 2010 Mitglied des Vorstandes der Bundesbank und zuständig für die Bereiche Bargeld sowie Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme. In seinem Vortrag erlaubte er einen Blick in die Arbeit der Bundesbank und schilderte seine Sicht auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas.

bundesbank-hamburg-schriftzug.JPG

Lassen Sie sich nicht schlecht reden!

Deutschland stellt ein Prozent der Weltbevölkerung, ist jedoch viertstärkste Wirtschaft der Welt – und sie wächst weiter. Doch leider, so Thiele, „können wir uns über uns selbst gar nicht freuen“. Mehr Mut, optimistisch sein und eine bessere Selbstwahrnehmung fordert Thiele. Aus Kris(ch)en wird in Deutschland schnell eine langandauernde Rezession – so scheint es, betrachtet der interessierte Bürger die Medien. Das beklagt auch der Vorstand der Bundesbank. „Wir nehmen nicht wahr, wer wir sind und wofür wir stehen!“ Dazu kommt, dass Deutschland in der EU 27 (derzeitige Mitgliedsstaaten) im größten Wirtschaftsraum der Welt agiert. Bei allem Blick gen Osten in die aufstrebenden Wirtschaftsnationen, wie China als auch über den großen Teich zu den USA, wird die Kraft und Größe der EU 27 gern übersehen. Damit soll der Ernst der Lage nicht kleingeredet werden. Sicher gibt es europaweit politischen und wirtschaftlichen Handlungsbedarf. Doch mediales „bad news are good news“ dient dem nicht, so Thiele.

Forum Bundesbank Hamburg Carl-Ludwig Thiele Carl-Ludwig Thiele, Deutsche Bundesbank

Rückblick und Ausblick

Einbrüche im Wachstum der Wirtschaft haben stets unmittelbare Folgen. In 2009 schrumpfte das Wachstum um 5 Prozent, einzelne Branchen und Regionen erfuhren aber durch die Krise Einbrüche von bis zu 90 Prozent. Es sah zu dem Zeitpunkt nicht danach aus, dass Besserung in Sicht ist. Thiele dazu: „Auch ich kann keine Vorhersagen machen. Wir wissen am Anfang eines Jahres nicht, wie es sich entwickelt. Aus einem schlechten Start eine düstere Prognose zu erstellen, ist aber nicht richtig.“ Sein optimistischer Blick auf die Dinge lässt auch das Publikum aufmerksam zuhören. Das nunmehr vierte Jahr der Krise, ein stetig steigender Schuldenberg – da vergeht auch dem besten Optimisten das Lachen. Doch gibt es auch andere Zahlen. Innerhalb von 12 Monaten sank die Staatsverschuldung Deutschlands von über 83 auf 79 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Ein erneutes Wachstum trotz moderater Inflation lässt den Einbruch langsam hinter sich. Thieles Meinung dazu: „Es gibt ein Auseinanderdriften von Meinung und Lage!“ Eine Stimmung, die erzeugt und befeuert wird, kann sich zu einer selbstverstärkenden Abwärtsspirale entwickeln. Ein klarer Blick auf die realen Entwicklungen und Vergleiche mit anderen Wirtschaftsräumen / -nationen spricht für seine positive Sicht.

Euro-Schein Quelle: Deutsche Bundesbank

Guter Euro – Schlechter Euro?

Der Euro ist inzwischen zu einer Welt-Reservewährung geworden. In unsicheren Zeiten flüchten Anleger nicht nur in Gold oder Immobilien. Mit den USA und ihrem Dollar halten die Europäer zusammen 90 Prozent der Reserve bei Anlegern. Erst danach kommen abgeschlagen Pfund und Yen. Zu seinem zehnten Geburtstag (als Bargeld) ist der Euro preisstabil und interessant für Anleger. Doch an einer gedeihlichen Entwicklung sind noch mehr Faktoren beteiligt. Banken, so Thiele, brauchen umgehend eine höhere Kapitalisierung, um Ansteckungseffekte a la Lehman Brothers zu vermeiden. Für einen stabilen Euro bedarf es tragfähiger Staatshaushalte. Wenn Stabilitätspakte aufgeweicht oder von Sanktionen entbunden werden, sind die nutzlos. Disziplin, strikte Auflagen und automatische Strafen sind notwendig.

Besucher Forum Bundesbank Besucher Forum Bundesbank (alle Fotos: Tom Köhler, Hamburg)

Spannende Fragerunde

Zum Ende des Vortrages gab es für die zahlreichen Besucher die Möglichkeit, Antworten aus berufenem Mund zu bekommen. Fragen, die das überwiegend ältere Publikum bewegten: Was wird aus Griechenland? Ist eine Ausweitung des Rettungsfonds sinnvoll? Gibt es in zehn Jahren den Euro noch?  Carl-Ludwig Thiele war bei keiner Frage verlegen. Rettungsfonds kaufen nur Zeit, kein Vertrauen. Doch dieses, so Thiele, ist zwingend notwendig, um die Märkte zu beruhigen. Griechenland hat mit kreativer Buchführung seinen Beitritt zur Eurozone herbeigeführt. Die Griechen sehen es natürlich anders. Doch ihre Politik und das Steuerwesen haben zum Dilemma geführt. Eine Schuldenbremse gab es nicht. Einzige Exportgüter, so scheint es, sind Oliven und Tourismus. Ein Schuldenschnitt wird kommen, ob er das Land damit weiter im Euro hält, ist fraglich. Natürlich wird es den Euro in zehn Jahren noch geben. Eine negative Antwort wäre nach diesem Vortrag auch nicht von Thiele zu erwarten gewesen. Die Aufgaben der Bundesbank als Hüterin der Währung vertritt er in seinem Ressort ebenfalls. Sein Credo: Solidität geht vor Solidarität. Es bleibt also interessant im Forum Bundesbank Hamburg. Die nächste Veranstaltung ist am 12.03.2012 zum Thema der Stabilität des europäischen Finanzsystems.

Kontakt zum Autor hier

ISO 26000 - eine Norm für gutes Handeln?

Zehn Jahre Entwicklungszeit, 99 Mitgliedsländer der ISO, dabei 69 Entwicklungs- und Schwellenländer: Ergebnis ist ein Leitfaden für Unternehmen, Verbände, Organisationen und Behörden, um der sozialen und ökologischen Verantwortung gerecht zu werden.

In Fortsetzung einer Reihe zu Corporate Social Responsibility (CSR) lud die Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik am 29.09.11 ein, um mit Experten über eine ISO-Norm zu sprechen, deren Umsetzung die Welt verbessern kann. Ein guter Ansatz steht dem harten Denken vieler Unternehmen entgegen, deren Augenmerk auf günstigem Einkauf, niedrigen Löhnen und sattem Gewinn liegt. Kann es eine Norm für „gutes“ Handeln geben? Braucht es einer Zertifizierung, wenn Standards eingehalten werden sollen, die Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaften sind?

stiftung wirtschaftsethik hamburg logo

Was ist die ISO 26000 und wo wirkt sie?

Sieben Prinzipien der sozialen Verantwortung gründen die Norm:
+ Rechenschaftspflicht,
+ Transparenz
+ Ethisches Verhalten
+ Die Beachtung der Bedürfnisse der Interessengruppen
+ Respekt für die Rechtsstaatlichkeit
+ Die Achtung der internationalen Normen des Verhaltens
+ Die Achtung der Menschenrechte
Ein glaubhaftes, transparentes Wirtschaften und Handeln gilt in allen Bereichen. In Prinzipien der Unternehmensführung, den Menschenrechten und Arbeitspraktiken, der Umwelt, den fairen Handlungsweisen, in Verbraucherfragen und in der Beteiligung an der Gemeinschaft und ihrer Weiterentwicklung.

stiftung wirtschaftsethik hamburg ISO 26000 auditorium Großes Interesse an der Veranstaltung der Stiftung

Westliche Ideen und weltweite Reaktion

Eine Idee aus dem Jahr 2001 fand in einer umfangreichen Norm ihren Platz, nach dem sich unzählige Treffen und Verhandlungen der Beteiligten über Jahre hinzogen. Trotz der hohen Zahl von Entwicklungs- und Schwellenländern waren, so Dr. Andrea Fluthwedel vom Deutschen Institut für Normung e.V., westliche Gruppen in der Überzahl. Nationale Regelungen machen in einer globalisierten Welt keinen Sinn. Verschiedene Sichtweisen mussten in Einklang gebracht werden. Diverse Kulturkreise zogen nach sich, dass ein Schriftstück entstand, in dem sich jeder wiederfindet. Drastischer drückte es Judith Vitt vom Bundesverband der Verbraucherzentralen aus: „Es schwurbelt sehr! Man muss zwischen den Zeilen lesen.“ Verwunderlich ist es nicht, sorgt doch eine weltweit anwendbare Norm für einen Kulturkampf der modernen Art. Probleme, die westliche Wohlstandsnationen haben, liegen weit entfernt von den bedrückenden Umständen, unter denen Tagelöhner für internationale Konzerne in Drittweltstaaten schuften. Inder und Chinesen waren gegen die Norm. Einmal, weil eine Zertifizierbarkeit für Unternehmen nicht gegeben ist. Damit entsteht kein Druck zur Anwendung. Zum Anderen, weil das indische Kastenwesen den (westlich geprägten) Gedanken der Norm nicht aufnehmen will. Die Norm bedingt einen Aufbruch des jahrhundertealten Staats- und Gesellschaftssystems.

stiftung wirtschaftsethik hamburg ISO 26000 experten Dr. Fluthwedel, Schollmeyer, Vitt und Moderator Ramthun

Es hätte viel schlimmer kommen können!

Das sagt Oliver Schollmeyer vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). „Corporate Social Responsibility wird schon praktiziert. Derzeit ist nichts geplant, da diese Norm nicht zertifizierbar ist“, so Schollmeyer. In einer (über)regulierten Welt sieht er keinen Bedarf, eine freiwillige Normierung umzusetzen. „Nur Zertifizierung baut Druck beim Lieferanten auf.“. In Judith Vitt hat er den Gegenpart des Abends gefunden. „Es geht nicht nur um den Produktbezug. Es geht um Vertrauen der Verbraucher in Produkte, in die Wirtschaft.“ Aus diesem Leitfaden soll etwas entstehen, was der CSR und dem Social Business zur Seite steht. Alle Bereiche der Gesellschaft sind von der ISO 26000 betroffen: Organisationen im öffentlichen oder gemeinnützigen Sektor, Unternehmen, Behörden, Verbände und Vereine. Schollmeyer: „ Es wird immer gesagt, das für den Verbraucher zu tun. Der denkt doch nur: Geiz ist geil! Er ist desinteressiert.“ Doch der Wirkungsradius der Norm ist umfassender. Ein gutes Beispiel ist die vermehrte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs)
Aus erbitterten Gegnern sind teilweise Partner geworden, die gemeinsam für ihre Interessen arbeiten.

Die Aussichten

Und Normer normen nicht für sich selbst, so Dr. Fluthwedel. Inzwischen haben die ISO-Mitarbeiter Kontakt mit Firmen, die auf eine zertifizierbare Norm drängen. Das Interesse ist groß. Neben dem Auf und Ab des Marktes haben auch gesellschaftliche Verwerfungen ihre Spuren in den Köpfen vieler Menschen hinterlassen. Ein „Weiter so!“ funktioniert nicht mehr. Endloses Wachstum ist eine Illusion. Wenn alle Gruppen der Gesellschaft eine Regelung finden, nachhaltiger, transparenter und ethischer miteinander umzugehen, dann ist die ISO 26000 ein Erfolg. Dass zwischen beschriebenem Papier und der Umsetzung oft Zeit vergeht, ist bekannt. Doch allein die weltweite Diskussion zu einem anderen, besseren Miteinander ist ein Zeichen, wie drängend die Probleme und wie groß das Interesse an den Lösungen ist.

Kontakt zum Autor hier

Überschuldung und Geldschwemme - Inflation als unvermeidbare Konsequenz

Eine Veranstaltung der Kapitalwerkstatt am 25.08.11 in Zusammenarbeit mit Honorarberatung select, der VSP AG (Finanzdienstleister) und Sachwertpartner (Immobilienexperten) im Hotel GEORGE, Hamburg-St. Georg.

Der schlechte Ruf der Finanzberater rührt oft aus dem Bemühen, Abschlüsse der Provision wegen zu erzielen. Die objektive Kundenberatung stand im Hintergrund. Statt dessen: Zeit und Wissen vergüten, unabhängig und fair beraten, keine versteckten Gebühren oder Provisionen - ein Modell, das in Deutschland Schule macht. Einer der Veranstalter, Daniel Schlingelhof aus Hamburg, hat dies erkannt und bietet eine transparente Honorar-Beratung zu Anlageprodukten an. Und gemessen an den Summen, die bei der Anlage benutzt werden oder entstehen, ist diese Beratung vergleichsweise günstig. Anlageberatung ist bitter nötig, gehen Deutschland und die Euro-Zone doch mit großen Schritten einer Rezession entgegen. Panik ist nicht angebracht, aber zügiges Handeln. Die Veranstaltung diente dem Zweck, Anleger für die kommenden Probleme zu sensibilisieren.

Schlechte und gute Nachrichten für Anleger

Bei der wirtschaftlichen und (zögerlichen) politischen Entwicklung, die derzeit zu verzeichnen ist, besteht die Gefahr einer länger dauernden, tiefgreifenden Rezession. “Der Euro wird 2012 nicht überleben!” so Hannes Zipfel von der VSP AG. “Doch, was kommt, wenn die D-Mark wieder Zahlungsmittel ist?” Eine Frage, die aufschreckt. Rezession, Inflation, Massenarbeitslosigkeit - Begriffe, die aus dem Wortschatz der Großeltern stammen. Die Generation Wohlstand der Neuzeit, konsumfreudig und (scheinbar) abgesichert unterwegs, kann mit diesen Begriffen nichts anfangen. Der aktuelle Bericht der GFK zum Konsumklima in Deutschland unterstreicht dies. Obwohl die Erwartungen an die Konjunktur gesunken sind, ist „die Konsumneigung der Deutschen trotz der aktuellen Krisenstimmung an den Finanzmärkten erstaunlich robust …“. Aber es zeigen sich schon laut GFK erste Tendenzen, „durch Kauf von werthaltigen Gütern einer instabilen Währung zuvorzukommen“. Die Gefahren und drastischen Konsequenzen werde aber, so Zipfel, die Gesellschaft in zwei Lager spalten. Die Eigentümer von Grundbesitz, Edelmetallen, Kunst und anderen dinglichen Werten überstehen die Zeit von 10-15 Jahren Rezession (Zipfel) mit dem Erhalt oder geringem Schwund an Werten. Anlagen in Rohstoffe sind derzeit der Renner auf dem Markt. Die Bank Goldman Sachs ist der zweitgrößte Lagerhausbetreiber der Welt. Doch liegen in den Speichern nicht Dollar und Gold, sondern Rohstoffe, die in riesigen Mengen eingekauft und gehortet werden. Die Menschen, die ihr Vermögen in Geld und Lebensversicherungen gesteckt haben, werden es verlieren. Sie und die Gruppe der Gesellschaft, die keine liquiden Mittel zur Anlage in sichere Werte hat, gehören zu den Verlierern.

 

Euro-Schein Bald Geld von gestern?

 

Angst ist kein guter Ratgeber

Das Vermögen sicher über die anstehenden wirtschaftlichen und politischen Zäsuren zu bringen, ist eine Aufgabe mit Anspruch. Die mangelnde politische Entscheidungsfähigkeit, das immer neue Befüllen eines Fasses ohne Boden und die Krise der EURO-Gemeinschaft sorgen für einen radikalen Umbruch. Griechenland hat den Anfang gemacht und trotz der Bemühungen der Euro-Länder ist der Abwärtstrend ungebrochen. “Das Geld für Griechenland sehen wir nie wieder! Siemens bekommt allein aus öffentlichen Aufträgen dort noch 7 Milliarden. Woher?” Als weiteres Beispiel führte Zipfel Weißrussland an. Bei einer Inflationsrate von 64% und steter Mangelwirtschaft kaufen die Menschen alles Mögliche, nur um ihr Geld in Dinge (mit Wert) umzutauschen. Nun hat Deutschland derzeit noch eine Teuerung von 2,6 Prozent, laut Zipfel keine Inflation im herkömmlichen Sinne. Im Vergleich mit dem Euro-Raum steht Deutschland besser da, die Wirtschaft hat die letzte Krise gut überstanden und die Staatsverschuldung wird durch geschaffene Werte relativiert. Doch die Zeichen stehen auf Sturm. Ob OECD oder IFO Institut, der Graph zeigt nach unten und Besserung ist nicht in Sicht. Was also tun? In Amerika ist der Plan von Bernanke, dem FED-Chef: 10 Jahre Inflation und die Schulden sind weg. Ein Zahlenspiel auf Zeit. Welche Lösung gibt es für Anleger in Deutschland?

 

Altes Geld? Liquidität nutzen

 

Wohin mit der Liquidität?

Verfügbare Mittel sollten Anleger umgehend in Werte stecken. Reichen diese nicht aus, zum Beispiel ein Haus oder eine Wohnung zu erwerben? Dann macht es Sinn, sich zügig einem Kredit zu besorgen, um Eigentum erwerben zu können. Wie vorhandenes Kapital als Hebel verwendet werden kann, zeigte Björn Peickert von Sachwertpartner Hamburg am Beispiel der Hausfinanzierung. “Kaufen Sie keine Staatsanleihen! Bei negativer Realverzinsung besteht die Gefahr schleichender Enteignung.” Das vermeintliche sichere Staats-Papier wird zur Falle - im Falle eines Falles. Und eine Mitschuld trägt die Politik, die den Abwärtstrend noch durch massive Sparmaßnahmen unterstützt. Massivst antizyklisch investieren ist die Devise - sicherlich reiner Keynesianismus. Doch es bleibt aus Sicht der Experten nichts weiter übrig, als wirklich viel (gedrucktes) Geld in die Hand zu nehmen und Konjunkturprogramme anzuschieben. Sonst stehen viele wieder an - nicht um einzukaufen, sondern um stempeln zu gehen.

Kontakt zum Autor hier

|